Kategorie: Block the Boat

  • Aktuelles KW 6 (2.2. – 8.2.26)

    Berichte und Eindrücke vom Hafenarbeiteraktionstag


    Aufruf zum Anti-Genocide-Run

  • Aktuelles KW 5 (26.1. – 1.2.26)

    Kommt am Montag, den 26.01. um 18.00h (Vorbereitungstreffen 6.2.26)

    Termin zur Vorbereitung des ‘Internationalen Aktionstages der Hafenarbeiter’ Motto: “Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg”
    Am 6.02.2025 findet in Genua, Marseille, Barcelona und vielen weiteren Hafenstädten Proteste, Aktionen und Streiks statt.
    Wir hier in Hamburg wollen vor den Türen der Völkermordhelfer wie HHLA, MAERSK, HAPAG LLOYD, MSC, CISCO, AIG und US Generalkonsulat richtig Krach schlagen, sie denunzieren indem wir ihr Tun hier in Hamburg öffentlich machen und sie damit konfrontieren, dass auch sie Blut an den Händen haben.
    Kommt am Montag, den 26.01. um 18.00h in das Internationale Zentrum ‘B5’ in die Brigittenstr. 5, St. Pauli und werdet Teil des historischen Tages, des 6.02. des internationalen Protestes der Hafenstädte, helft mit aus Hamburg ein starkes Signal in die Welt zu senden!
    Eine andere Welt ist möglich!

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    Kommt am Montag, den 19.01. um 19.00h in die B5 und lasst uns ein kämpferisches Signal aus Hamburg senden. Beteiligt euch!WAFFENLIEFERUNGEN STOPPEN

    Aufruf zum Handeln – Hamburg, 6. Februar

    Am 6. Februar wird Hamburg seine Stimme gegen Krieg, Waffenlieferungen und Zerstörung erheben.
    WAFFENLIEFERUNGEN STOPPEN ruft zu einer Massenkundgebung gegen den Krieg in Hamburg auf, die sich gegen wichtige Unternehmen und Institutionen richtet, die von Krieg, Militarisierung und Klimazerstörung profitieren.
    Ich bin Hafenarbeiter im Hamburger Hafen und Mitglied der Gewerkschaft ver.di und lade alle Bewegungen für Palästina, gegen Krieg und für Klimagerechtigkeit ein, sich solidarisch zusammenzuschließen.
    Dieser Aufruf schließt sich auch den Stimmen der Gewerkschaften und Hafenarbeiter an:
    Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg.
    Häfen dürfen nicht dazu benutzt werden, Kriege, Waffenlieferungen und Zerstörung zu schüren.
    Als organisierte Arbeitnehmer stehen wir für Frieden, internationale Solidarität und eine lebenswerte Zukunft.
    Dies ist ein Aufruf an Arbeitnehmer, Aktivisten, Studenten, Klimagruppen, Friedensbewegungen und internationalistische Kollektive:
    Schließt euch uns an, seid sichtbar, seid laut, seid viele.
    Kundgebungsorte
    ZIM – Hammerbrookstraße 90
    Hapag-Lloyd – Ballindamm 25
    Cisco – Neuer Wall 72 (möglicherweise auch Sandtorkai 77)
    Maersk – Johanniswall 7
    AIG – American International Group – Brandstwiete 1
    Allianz – Brooktorkai 20
    MSC – Sandtorkai 31
    HHLA – Sandtorkai 31
    US-Generalkonsulat – Kehrwieder 8
    (ThyssenKrupp, Herrmann-Blohm-Straße 3, liegt weiter entfernt und ist möglicherweise nicht enthalten.)
    Warum wir mobilisieren
    Waffenlieferungen schüren Kriege.

    Kriege zerstören Leben, vertreiben Millionen Menschen und beschleunigen den Klimakollaps.
    Häfen, Logistikunternehmen, Versicherungen, Technologiekonzerne und Regierungen sind eng mit diesem System verbunden.
    Als Hafenarbeiter wissen wir: Ohne Arbeitskraft bewegt sich nichts.
    Als Bewegung wissen wir: Ohne kollektives Handeln ändert sich nichts.
    Machen Sie mit!
    📍 Hamburg
    📅 6. Februar
    ✊ Gegen Krieg – für Palästina – für Klimagerechtigkeit
    Bringen Sie Ihre Fahnen, Transparente, Stimmen und Solidarität mit.
    Lassen Sie Hamburg zu einem Ort des Widerstands werden.
    Stoppt Waffenlieferungen. Stoppt den Krieg.

    Aufruf zu einem internationalen Aktionstag von Hafenarbeiterorganisationen aus Italien, Griechenland, …, Türkei und Marokko

    Resolution des Hamburger Aktionsbündnis gegen ZIM als Unterstützer des Apartheidstaat Israel

    Seit Generationen leistet das Palästinensische Volk mutig Widerstand gegen ihre zionistischen Besatzer, den Apartheidstaat Israel.

    Die Besatzung, die Vertreibung, der Landraub, Folter und Mord, kurz: die Jahrzehnte andauernden, ununterbrochenen Verstöße Israels gegen grundlegende Menschenrechte müssen ein sofortiges Ende finden.

    Wir möchten nicht schweigend zusehen.

    Wir fordern, dass das Recht auf Selbstbestimmung, als ein wesentlicher Punkt des Völkerrechts, auch für das Palästinensische Volk umgesetzt wird!

    Der Allgemeine Gewerkschaftsbund in Gaza hat schon am Vorabend des 1. Mai 2025 die Arbeiter*innen der Welt aufgefordert, die Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionskampagne zu unterstützen, um Israels Macht anzufechten.

    Wir verpflichten uns diesen Aufruf zu beantworten.

    Mit dem Hamburger Hafen haben wir eine wichtige Schlüsselfunktion, die wir als Hamburger Bürgerinnen und Bürger aktiv und effektiv nutzen können, um den Frieden einzufordern!

    Wir wollen unsere Kräfte vereinen, Aktionen verbinden und unsere kollektive Macht nutzen.

    Die ZIM Reederei spielt eine zentrale Rolle im Transport von Kriegsmaschinerie an den Apartheidstaat Israel und die israelische Armee (IDF) und auch in der Ausfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse und anderer Güter aus den von Israel besetzten, palästinensischen Gebieten.

    Dies geschieht intensiv über unseren Hamburger Hafen, als wichtigsten Standpunkt für ZIM in Nordeuropa.
    Wir begreifen unser Handeln als Teil der BDS-Bewegung im Sinne einer BLOCK THE BOAT Coalition für alle deutschen Häfen.

    Das bedeutet, dass wir vereint gegen ZIM stehen. Sobald ein ZIM-Schiff am Hafen andockt, sehen wir uns verpflichtet, alles zu tun, um so entschlossen und stark wie möglich unserer Forderung Ausdruck zu verleihen:
    Keine ZIM-Schiffe im Hamburger Hafen, solange der Apartheidstaat Israel in Palästina Verbrechen gegen das Völkerrecht begeht und die Befreiungsbewegungen der arabischen Nachbarstaaten bombardiert.

    Wir verstehen dies als unsere Pflicht als Menschen dieser Weltgemeinschaft, gerade weil die Politik, insbesondere die deutsche Regierung, so versagt.

    Damit stehen wir in der Tradition des Handelns für Gerechtigkeit, Frieden und Gleichheit, die von Arbeiter*innen und Menschen auf der ganzen Welt gegen die imperialistischen Kriege, Kolonialismus und Rassismus befolgt wird.

    Es lebe Palästina!

    Aktionsbündnis gegen ZIM

    Rede bei der Aktion gegen ZIM in Hamburg am 15.12.2025

    Und hier, wo wir heute stehen, hier in der reichen Kaufmannsstadt Hamburg, genau hier sind wir Zeuge wie mitten unter uns in Hamburg, hier in der Hammerbrookstraße hinter einer scheinbar harmlosen Fassade eines der vielen Bürohäuser befinden sich die Unterstützer einer Völkermordmaschinerie eines kriminellen Systems, wie es in dieser Zeit seines Gleichen kaum findet.

    Es ist die ZIM Germany GmbH, deren weltweit operierende Dachorganisation als Reederei alle seine Kräfte in den Dienst des in Teilen faschistischen Siedlerkolonialstaates Israel gestellt hat.

    Hier im hamburger Stadtteil Hammerbrook werden die Fäden gesponnen, für Apartheid, Landraub, Unterdrückung und Völkerrechtsverbrechen.

    Die israelische Reederei ZIM benutzt den Standort Hamburg für den Vertrieb von Erzeugnissen verschiedenster Art nach ganz Europa. Diese kommen aus der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei und aus chemischer Produktion. Ihre Herkunft stammt auch aus den von Israel illegal im Westjordanland errichteten Siedlungen.
    Das Lieferkettengesetz, welches dieses illegale Geschäft stoppen müsste, wird vom deutschen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nicht durchgesetzt.

    Die Reederei ZIM stellt den hamburger Hafen in den Dienst der israelischen Apartheitspolitik.
    In Kooperation mit dem Logistikriesen MSC bringt jede Woche eine Flotte, die aus sechs großen Containerschiffen besteht 15 mal mehr Produkte nach Europa als aus offiziell palästinensischer Produktion. Dabei auch Waren, die Israel auf illegal besetztem Gebiet produziert, deren tatsächliche Herkunft aber verschleiert wird, indem sie als israelische Produktion gekennzeichnet ist.

    Das allein ist nicht der Grund für die zunehmende Armut der arabischen Bevölkerung in Palästina. Die Ignuranz deutscher Behörden reicht von fehlender Kontrolle der Kennzeichnungpflicht bis hin zu einer Beihilfe zum Völkermord durch die Lieferung von Waffen, die von der israelischen Armee für Israels Vernichtungskrieg eingesetzt werden. Aus dem hamburger Hafen kommt die Munition für Sturm- und Scharfschützengewehre, die in Palästina für genozidalen Kindermord zum Einsatz kommt, wie die Welt längst schon weiß.

    Ebenso ignorant werden vom Auswärtigen Amt Deutsclands der Protest von 22 Menschenrechtsorganisationen behandelt, wenn sie auf die Situation im Westjordanland aufmerksam machen.
    Überfälle israelischer Siedlermobs von bis zu 700 oft Vermumten Ultrarechten auf palästinensisch- jüdische Friedens- Versammlungen finden statt, um diese Menschen mit roher Gewalt zu verjagen und eine politische Teilhabe durch Einschüchterung zu verhindern.

    In Ostjerusalem werden ganze palästinensische Stadtviertel wie es heißt “gesäubert”.

    In aller Öffentlichkeit finden im Westjordanland Attacken von extrem rechten Siedlern auf Bauern während der Olivenernte statt. Ein ungeahntes Ausmaß an sadistischer Brutalität mit Unterstützung von der israelischen Armee und Geheimdienst, um der palästinensischen Bevölkerung noch mehr Land durch diese rücksichtslose Vertreibung zu stehlen.

    Auch dafür steht die Reederei ZIM. Denn ZIM bringt auch die Technologie für Kontrolle und Kommunikation, die für diese israelische Siedlungspolitik benutzt wird.

    Viel wesentlicher ist aber die Rolle von ZIM für die israelische Wirtschaft, durch deren Funktionieren die permanente Kriegsmaschinerie finanziell und materiell am Laufen gehalten werden kann.
    Denn auch für die militärische Ausrüstung für den Völkermord im Gazastreifen, den Israel dort immer noch auch jetzt während der sogenannten Waffenruhe begeht, sind große Mengen an finanziellen Mitteln und Transportmöglichkeiten erforderlich, die mit Hilfe der Reederei ZIM erwirtschaftet werden.

    Dies geschieht intensiv auch über unseren Hafen, für ZIM der lukrativste und wichtigste für seine Zwecke in Nordeuropa.

    Und so stehen wir heute hier als Teil der hamburger Stadtgesellschaft, der sich für Frieden, Gleichheit und Gerechtigkeit einsetzt, um alle darüber zu informieren, dass hier mitten unter uns die Betreiber von Apartheid und Völkermord sitzen.

    Es muss auch gerade von Hamburg die Botschaft ausgehen, dass Israels Regime des Siedlerkolonialismus und Profite mit Apartheid hier nicht willkommen sind, so wie einst die südafrikanischen Apartheid- Schiffe nicht willkommen waren, sind heute die Schiffe von Apartheid Israel nicht willkommen.

    Wir fordern alle Werktätigen der hamburger Stadtgesellschaft auf, sich der Kampagne der BDS- Bewegung BLOCK THE BOAT keine ZIM- Schiffe in Hamburg anzuschließen.

    Stellt euch mit uns an die Seite unserer Geschwister in Palästina für ihre Freiheit und Selbstbestimmung und ein friedliches Zusammenleben mit gleichen Rechten für Muslime, Juden, Christen und Nichtgläubige in einem vereinten secularem Staat.


    Free Palestine!

    Solidarität mit den Aktivisten, Blockade Hamburger Hafen

  • Aktuelles KW 46 – KW 47

    Rede auf der Demo ‘Free Palestine, Free Kongo, Free Sudan und alle unterdrückten Völker’ am 8.11.2025

    … an der sich 7.000 Leute aus verschiedenen Städten beteiligten.

    “So gut und richtig es ist, sich immer wieder die Straße zu nehmen und die Wut, die in uns ist, herauszuschreien, so richtig ist es auch, aus der Wut Widerstand werden zu lassen.
    Darum beglückwünsche ich die entschlossene Gruppe, die gestern auch hier in Hamburg ein Signal in die Welt gesandt hat und aus dem Widerstand gegen die völkermörderische Besatzungspolitik des kriminellen, zionistischen Siedlerkolonialstaates Israel hat Praxis werden lassen.
    Durch ihre Gleisblockade kam der Verkehr auf der Haupthafenroute, der Köhlbrandbrücke und dem wichtigen Terminal Burchardkai zum erliegen.
    50 mutige Menschen haben sich zum Teil an Gleise gekettet. Aber nicht nur dort, sondern auch an anderer Stelle wurde mit Bengalos, Baustellenabsperrungen und quer über die Gleise gespannten roten STOP- Transparenten der Hafen-Container- Transportbahn Metrans die Durchfahrt versperrt.
    Diese Aktion traf die Logistikunternehmen und Reedereien, denn sie müssen in so einem Fall ihre Routen ändern und höhere Lagerkosten zahlen.
    Das ist ein deutliches Zeichen und Beispiel, wie hier im Hafen den Völkermordhelfern begegnet werden muss.
    Wenn über den Hafen pro Jahr über 1.000 Container mit Munition verschifft werden, sind das drei Container jeden Tag! Das sind rund 20 Tonnen Munition und das jeden Tag! Genau darum machen solche Blockaden Sinn, denn jede Beeinträchtigung des gesamten Transportketten- Systems beeinträchtigt auch das Verladen dieser 20 Tonnen Munition.
    Unter Druck von Friedensaktivisten in der Hamburger Bürgerschaft sah diese sich gezwungen, auf ihrem Transparenzportal schon vor Jahren den Waffenumschlag im Hafen öffentlich zu machen. So ist belegt und bewiesen, das in der letzten Zeit 17.000 Kisten Munition aus dem Hamburger Hafen nach Israel geliefert wurden.
    60.000 Kisten gingen nach Singapur, das mit Israel gemäß einer gemeinsamen Sicherheitskooperation
    einen intensiven Militärhandel betreibt, denn Israel produziert selbst eher wenig Munition für seine Sturm- und Scharfschützengewehre, die wie die Welt längst weiß, für den genozidalen Mord an palästinensischen Kindern eine große Rolle spielen.
    Aber auch international geächtete Waffen wie Granaten mit Weißem Phosphor finden sich seit dem in diesem politisch erzwungenen Transparenzbericht über gelieferte Waffen aus dem Hafen.
    Treffen die brennenden Teilchen aus dem Weißen Phosphornebel auf menschliche Haut, so brennen sie unlöschbare Löcher durch bis auf die Knochen. Lebenslanges Leiden ist die Folge.
    Ebenso bekannt ist, dass ein deutsches Schiff, die HC Opal des Hamburger Unternehmens HC- Chartering GmbH mit 23 Containern nach Israel unterwegs ist, deren gesamter Inhalt aus Tonnen von Rohstoffen besteht für die Herstellung von Artilleriegeschossen, Luft- Boden- Raketen und der gefürchteten MK- 84 Bombe. Eine einzige MK- 85 Bombe kann ein ganzes Wohnhaus oder Dorf zerstören und ganze palästinensische Familien auslöschen.
    Vom Koordinator der Waffenembargo- Kampagne der BDS- Bewegung und seiner Recherche wissen wir, dass es nun wieder Deutschland ist, das mit der Lieferung von Rohstoffen zur Eigenproduktion für diese Bomben Israel zur Seite springt, um seine Munitionsvorräte wieder aufzufüllen. Denn Israel ist mit einem immer weiter wachsendem Waffenembargo konfrontiert.
    Ein weiteres deutsches Schiff, die MV Kathrin, dass der Gruppe der’ Mediteranien Shipping Company’ MSC zugerechnet wird, ist ebenfalls mit Tonnen der selben Sprengstoffkomponenten nach Israel unterwegs, um den selben Zweck zu erfüllen.
    Die deutschen Entscheidungen so zu handeln sind das Eine, jahrelange Proteste haben die deutsche Regierung nicht von dieser Politik Israel nach Kräften beim Völkermord zu unterstützen abgebracht. Das Andere sind jene Unternehmen, die viele Hundertmillionen an diesen deutschen Aufträgen verdienen. Darum kann es für uns nur die Aufgabe geben, sie bei diesem mörderischen Geschäft zu stören. Auch die Landesbezirksverwaltungen der deutschen Gewerkschaften handeln gegen die Interessen ihrer Mitglieder und weigern sich, Arbeitern bei Weigerung Waffen zu verladen den Rücken zu stärken. Mein Bruder, Genosse und Freund Mohamed Alattah, der selbst aus dem Gazastreifen stammt und bei der HHLA im Verladebetrieb arbeitet, wird dadurch in einen schweren Gewissenskonflikt gestürzt. Warum zwingt ihn ver.di Waffen zu verladen, mit denen seine Familie, sein Folk getötet wird?
    Der weltgrößte Logistikriese MSC hat nach dem Erwerb großer Teile des Hamburger Hafens seine Deutschlandzentrale in der Hafencity errichtet. MSC betreibt zusammen mit der israelischen Reederei ZIM, das siebtgrößte Logistikunternehmen der Welt, die Schiffahrtslinie ‘North Europe Israel Express’.
    Sie ist ebenfalls hier in Hamburg in Hammerbrook ansässig und organisiert über den Hamburger Hafen den gesamten Im- und Export für Israel in Nordeuropa und trägt entscheident zu Israels Wirtschaft bei.
    Während über den Hafen auch Waren aus illegalen israelischen Siedlungen in der Westbank Israels Reichtum mehren, bringt wiederum die Reederei ZIM aus Hamburg nicht nur Nahrungs- und Genussmittel aus Europa nach Israel, sondern auch militärische Ausrüstung, Technologie für Kommunikation etwa der IDF, der israelischen Polizei und den Checkpoints in der Westbank und Ostjerusalem. Auch für diese Waren sind hamburger Niederlassungen wie CISCO am Neuen Wall oder HP in der City-Nord als Produzenten weltweit bekannt.
    Auch kommt mit diesem lukrativen Handel der über den hamburger Hafen abgewickelt wird ein Großteil des Geldes zusammen, mit dem Israel Waffen und Technologie wie z.B. den F-35 Bomber kaufen kann. Dieses Kampfjet ist für die flächendeckende Zerstörung im Gazastreifen hoch verantwortlich.
    Die wichtigsten Komponenten für den Bau dieser Waffe werden von MAERSK, dem zweitgrößten Logistikunternehmen nach Israel geliefert. Und wen wundert es noch? – Auch MAERSK hat in Hamburg am Johanneswall nahe dem Hauptbahnhof seine Deutschlandfiliale.
    Nicht zu vergessen HAPAG-LLOYD das “alterwürdige” Hamburger Logistikunternehmen im imposanten Prachtbau an der Alster im Ballindamm. Schon in der NS- Zeit fungierten die Wurzeln des LLOYD- Logistikers für die Deportation von Juden in die KZs. Seit Februar verwickelt sich das Unternehmen, dessen Hauptaktionär Michael Kühne ist, und dessen Familie mit den Transporten von NS- Raubgut ihr Geld verdient hat, als Zwillingspartner von MAERSK wieder in Geschäfte, die dem Völkermordhelfer MAERSK dienen.
    Aber ohne die Transport- Versicherungsunternehmen AIG, der ‘American International Group’ am Großen Burstah nahe der Nikolaikirche oder Allianz in der Hafencity am Brooktorkai haben ebenfalls Blut an den Händen, denn ohne sie würden gar keine Waffentransporte stattfinden, würden auch nicht soviele Menschen sterben. Und auch Hafenbetriebe wie die HHLA oder Metrans haben ihren Anteil am Geschäft mit dem Tod.
    Wenn wir im Geschichtsunterricht vielleicht von der dunklen Geschichte des hamburger Hafens aus der Kolonialzeit vergangener Jahre hören, so hat sich bis heute nichts geändert.
    Denn die koloniale Unterdrückung die heute über den Hafen organisiert wird, ist so heimtückisch und verdeckt in unser Bewußtsein eingepflegt, dass das Leid, das dadurch bei anderen Völkern verursacht wird, viel zu wenig mit den Akteuren hier im Hafen und der Stadt in Verbindung gebracht wird.
    Aber jene Helden, die gestern mit praktischer Solidarität bewiesen haben, das es möglich ist, der Völkermordmaschinerie direkt in den Arm zu fallen, jene, die seit 11 Wochen das völkermörderische Geschäft von MAERSK jeden Donnerstag erfolgreich stören,und jene, die die Produktionsanlagen von Elbit Systems sabotierten, verdienen unser aller Solidarität, sie gingen mit ihrem guten Beispiel voran. Darum kommt nach der Demo auch zu der Mahnwache vor dem Strafjustizgebäude Sievekingplatz 1. Dort sind die Gefangenen die nach der Hafenblockade festgenommen wurden und müssen die haftrichterliche Entscheidung abwarten, ob sie freikommen oder nicht.
    Wir wollen hier im Hafen eines Tages eine Luft atmen, die frei ist von dem Geruch nach Tod und Verderben,
    ohne Export von Kolonialismus und Völkermord!
    Wir wollen für die folgenden Generationen einen Hafen schaffen, der für die Welt ein Tor ist, für Frieden und Völkerverständigung.
    All ihr Profitgeilen an diesem Völkermord beteiligten Unternehmer hört gut zu, denn heute stehen hier Tausende und die erkennen immer mehr, dass auch ihr es seid, die das Blut unserer Geschwister an euren Händen habt!
    Das Blatt der Geschichte wird sich wenden, aber eure Schuld wird nie vergessen werden!
    Und schon morgen werden wir an eure Türen hämmern und eure Wände erbeben lassen.

    Freiheit für Palästina!

    Freiheit für Kongo!

    Freiheit für Sudan!

    Freiheit für alle unterdrückten Völker!

    BRENNPUNKT FÜR KRIEG UND VÖLKERMORD

    Der Hamburger Hafen erfüllt auf vielfache Weise eine große Bedeutung für die Fortdauer von Israels Besatzungspolitik und Apartheid. Große Logistikunternehmen wie MSC, MAERSK, HAPAG LLOYD und ZIM sind verwickelt in massive Völker- und Menschenrechtsverletzungen. Schiffe wie die MV Kathrin, das der zur MSC-Gruppe gezählten Reederei ‘Lubeca Marin Germany’ gehört und die HC Opal der hamburger Reederei HC Chartering GmbH transportieren tonnenweise den in Deutschland entwickelten Kampfstoff RDX nach Israel. RDX ist die Schlüsselkomponente für die schwere MK-84 Bombe, die Israels Besatzungsarmee in die Lage versetzt, jeweils ein ganzes Haus oder Dorf zu zerstören.
    Transporte von Waffenmaterial in ein Kriegsgebiet zu liefern stellt ein Menschen- und Völkerrechts- Verbrechen dar.

    Der Hamburger Hafen im Dienst der Apartheid

    Für seinen permanenten Kriegs- und Militärhaushalt, Kontroll- und Überwachungstechnologie für seine Apartheitspolitik braucht Israel eine starke Wirtschaft. Waffen müssen bezahlt werden. Dabei spielt das Transportwesen für Israels Profite aus dem internationalen Handel eine zentrale Rolle.
    Der weltgrößte Logistikriese MSC nahm schon 2010 den gemeinsamen Dienst mit der israelischen Reederei ZIM auf. Mit den Markenbezeichnungen “Israel Express” und “ZIM North Europe” fahren wöchentlich fūnf großdimensionierte Schiffe dieses Zusammenschlusses mit jeweils 6.700 Stellplätzen für Standartcontainer jede Woche auf der Route Haifa, Ashdot, Hamburg und zurück.
    Diese Schiffe bringen über den Hamburger Hafen 15 mal mehr Produkte aus angeblich rein israelischen Siedlungen als aus den palästinensischen. Damit unterstützt nicht nur die EU die Apartheid, auch der Hamburger Hafen tut seinen Teil dazu. Aufgrund der strittigen Kennzeichnungspflicht, besteht kein reales Einfuhrverbot für Waren aus den illegalen Siedlungen Isaels nach Europa.
    Das sind Waren aus Forst- und Landwirtschaft, Nahrungs- und Genussmittel sowie aus der Fischerei und chemischen Produkten.
    Mit einem Importwert von jährlich 230 Mio Euro kann so die EU 100 mal so viele Güter pro israelischen Siedler einführen, als von jedem Palästinenser, produziert zum Teil in besetzten Gebieten der Westbank, für deren Armut dies der Grund ist.
    Der Geschätsführer von ZIM Germany, Norbert Trapp, bezeichnet darum den Hamburger Hafen als den bedeutensden für ZIM in Nordeuropa. Das unterstreicht auch den hohen Anteil, den ZIM, MSC und der Hamburger Hafen an der jahrelangen Unterstützung von Israels Apartheidpolitik hat.

    Aus dem Hafen kommt auch der Tod

    Aus dem Hamburger Hafen werden mit ZIM nicht nur Nahrungs- und Genussmittel nach Israel gebracht, sondern auch chemische Erzeugnisse, Maschinen (z.B. Drohnen, Abrissbagger, Bulldozzer) und Technologie für Kommunikation und Ûberwachung sowie militärische Ausrüstung.

    In den letzten drei Jahren gingen aus dem Hamburger Hafen 17.000 Kisten Munition nach Haifa. Auch Nebelgranaten mit weißem Phosphor, eine international geächtete Waffe, die von Israel in dichtbesiedelten Gebieten eingesetzt wurde, kommen aus dem Hamburger Hafen.

    Auch MAERSK und HAPAG LLOYD, die seit Februar 25 mit ihrer ‘Gemini-Koopetation’ gemeinsame Profitziele verfolgen, verdienen am Geschäft mit dem Tod. Diese “Zwillings”- Kooperation verschafft MAERSK die nötigen Einkünfte aus der neuen Asienroute, um sein Geschäft mit dem Transport des F-35- Bomber nach Israel weiter zu sichern. F-35 ist das Kampfflugzeug, was für großflächige Zerstörung eingesätzt wird.

    Wer kann die Macht dieser Logistikriesen im Hamburger Hafen brechen?

    Durch den von der SPD eingefädelten Verkauf der 49 prozentigen Anteile der HHLA ihrer Terminals, und Bahnzulauf erhielt im Hamburger Hafen ausgerechnet jener mächtige und weltgrößte Logistikriese MSC weitreichende Befugnisse und Machtgewinn zum Leidwesen und ausdrücklich gegen den Willen der Hafenbeschäftigten. Ihre Gewerkschaft ver.di hat aber den Kampfeswillen der Hafenarbeiter gegen den Deal verpuffen lassen. 3.000 von ihnen waren 2024 auf der Straße, um gegen den Verkauf an MSC zu protestieren. Letztlich konnten sie aber nicht auf einen wirkungsvollen Widerstand von ver.di gegen den MSC- Deal zählen, der ihnen den Rücken für weitergehende Protestformen gestärkt hätte.

    Das hat von ver.di fatale Signale in die Hafenarbeiterschaft ausgesandt und denkbar schlechte Bedingungen für andere Kämpfe geschaffen, wie etwa jetzt gegen Waffenlieferungen zu mobilisieren.

    In anderen Hafenstädten zeigen Gewerkschaftszusammenhänge, dass sogar Waffenblockaden zusammen mit den Stadtgesellschaften möglich sind.

    Auch in Hamburg bietet sich seit Monaten für gemeinsame Aktionen mit Hafenbeschäftigten ein Teil der Stadtgesellschaft an, wie es beim Kampf gegen den MSC ja auch geklappt hat, denn es ist auch ihr Hafen.

    Da von den dafür Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft den schweren Verbrechen in Palästina etwas wirkungsvolles entgegenzusetzen nichts unternommen wird, kann nur unten an der Basis jetzt noch durch eigenständige Aktionen die Völkermordmaschinerie zusammen mit zivilem Ungehorsam von Teilen der Stadtgesellschaft etwas in Gang gebracht werden, was der Arbeitertradition für den Frieden zur Ehre gereicht.

    Darum:

    Keine Waffen mehr für Israel

    Keine Abfertigung von ZIM- Schiffen mehr, solange ZIM die Apartheidpolitik und den Völkermord unterstützt
    Keine Einfuhr mehr von Waren aus den besetzten Gebieten, für eine durchgesetzte Kennzeichnungspflicht
    Abbruch aller Verbindungen zum Völkermord von MAERSK und HAPAG LLOYD

  • Aktuelles KW 41 und einige Rückblicke

    Die Blockade des ZIM- Schiffes “Contship Era” diesen Sommer in französischen und italienischen Häfen von Juni bis September

    Rückschau auf die Kampagne “BlockTheBoat”

    Ein neues Widerstandsprojekt, das auch in die fortschrittlichen Ebenen der Gewerkschaften vermittelt werden muss, nimmt wie auch gegen MAERSK Gestalt an. Es geht um die israelische Reederei ZIM, die die Terminals im Hamburger Hafen intensiv nutzt und sich ebenfalls mit Büros in Hamburg gefindet.
    Hier jetzt eine kleine Rückschau auf Boycottaktionen gegen ZIM.

    02. Oktober 2025

    Hafenarbeiter: „Dass wir in Genua die Waffenlieferung an Saudi-Arabien bestreikt haben, entspricht der Tradition: Das haben wir auch schon bei Lieferungen für den Krieg gegen Vietnam und gegen den Irak gemacht“